"Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen."

- Benjamin Franklin


Lexikon

In unserem Lexikon finden Sie Informationen zu bedeutenden Designern und Künstlern aller Stilrichtungen, sowie zu vielen Fachbegriffen, die uns in unserer täglichen Arbeit in der Werbeagentur begegnen. Viel Vergnügen beim Stöbern!



Saarinen, Eero

Eero Saarinen wurde am 20. August 1910 in Kirkkonummi/Finnland geboren und verstarb am 1. Juli 1961 in Ann Arbor/USA. Saarinen studierte Bildhauerei in Paris und Architektur an der Yale University. Mit einem Stuhl mit Schichtholzschale, mit dem er 1941 zusammen mit Charles Eames einen Wettbewerb gewann, hatte er seinen ersten Erfolg als Möbeldesigner. Berühmt machten Saarinen die Entwürfe für den John-F.-Kennedy-Flughafen, das Terminalgebäude der TWA und das Lincolin Center in New York.

Sapper, Richard

Richard Sapper ist am 30. Mai 1932 in München geboren. Sapper entwirft Büromöbel, Lampensysteme, Uhren, Maschinen und technische Geräte. Er hat in München Anatomie, Grafik und Ingenieurwesen studiert. Nach seinem Abschluss in Volkswirtschaft arbeitete er zwei Jahre in der Entwurfsabteilung von Mercedes Benz. Sapper arbeitete mit Gio Ponti und für die Ladenkette Rinascente und entwarf zusammen mit Marco Zanuso Radio- und Fernsehgeräte, ein zusammenklappbares Telefon, eine transportable Wohneinheit und den ersten Kunststoffstuhl. 1970 bis 1976 war er Berater bei Fiat und Pirelli. Seit 1980 ist Sapper Berater für das Produktdesign von IBM.

Sarfatti, Gino

Gino Sarfatti wurde am 16. September 1912 in Venedig geboren und verstarb am 6. März 1985 in Mailand. Sarfatti fand in einer Lampenfabrik seine Berufung. Er zeichnete, entwarf und produzierte Lampen. Er eröffnete am Corso Matteotti sein Geschäft und fand Kontakte zu Architekten und Designern. Darunter auch Albini, Viganò, Parisi und Zanuso. Das Ziel von Sarfatti war es, Glühlampen so zu umhüllen, dass ihr Licht aufs beste genutzt wird. Seine Firma Arteluce war für die Beleuchtung der Flughäfen von Mailand und Rom, für das Rathaus von Genua, für Olivetti in Barcelona und für viele Hotels, Schiffe, Schulen und Ämter zuständig. Als sich Sarfatti von seiner Firma getrennt hatte, wurde diese an Flos verkauft.

Sottsass, Ettore

Ettore Sottsass ist am 14. September 1917 in Innsbruck geboren. 1939 hat Sottsass sein Architekturdiplom gemacht und war von Anfang an sehr erfolgreich. Alle seine Entwürfe wurden gebaut. Er entwarf zudem auch Möbel, Inneneinrichtungen und Gebrauchsgegenstände und malte Bilder. Sottsass beteiligte sich an Mailänder Triennalen und anderen Ausstellungen. Seit 1958 ist er Berater für die Erzeugnisse der Elektronikabteilung von Olivetti, aus dessen Zusammenarbeit diverse Rechner und Schreibmaschinen hervorgingen. Berühmt machte ihn die Schreibmaschine Valentine. Mit Valentine und Entwürfen für die Gruppe Memphis öffnete Sottsass die Tür zu einem „Radical Design“.

Stam, Mart

Mart Stam wurde am 5. August 1899 in Purmerend/Holland geboren und verstarb am 23. Februar 1986 in Goldbach/Schweiz. Stam hat in Amsterdam an einer Schule für Zeichenlehrer gelernt. Er arbeitete in Architekturbüros mit, war Mitherausgeber der Zeitschrift ABC, beteiligte sich an der Werkbundausstellung in Stuttgart, war Gründungsmitglied des Congrès International d´Architecture Moderne und war Gastdozent am Bauhaus in Dessau. 1928/29, für die Planung der Frankfurter Hellerhof-Siedlung, entwarf er einen Stuhl und einen Armlehnsessel mit Stahlrohrgestellen und Sperrholzsitzen. Im Team von Ernst May arbeitete Rams an Stadtplanungen mit. Damals noch in Russland lebend, kehrte er 1934 nach Holland zurück und arbeitete als freier Architekt. Er war Direktor des Instituts für Angewandte Kunst in Amsterdam, Herausgeber der Zeitschrift OPEN OOG, Mitbegründer des Instituts Goed Wonen und von 1948 bis 1953 Direktor der Staatlichen Hochschulen für Bildende und Angewandte Kunst in Dresden und Weißensee.

Starck, Philippe

Philippe Starck ist am 18. Januar 1949 in Paris geboren. Starck absolvierte eine Ausbildung im Designinstitut Camondo in Paris. Er hat Alltagsobjekte wie Möbel, Lampen, Wasserhähne, Feuerzeuge, Fernseher, Motorräder, Zahnbürsten, Küchengeräte für Alessi, Gepäck für Vuitton, Mineralwasserflaschen für Glacier, Nudeln für Panzani und die Fackel für das Olympische Feuer zu den Winterspielen an Albertville 1992 geformt. 1984 wurde Starck mit dem Café Costes auch international bekannt. 1979 gründete er das Designstudio Starck Products. Er hat ein Holzhaus entworfen und wurde Designberater beim Elektronikmulti Thompson. Um die Wälder zu schonen entwirft Starck Möbel aus Kunststoff. So z.B. den Stuhl Louis 20. Daneben schuf er auch Restaurants, Hotels, Bürohäuser, Privathäuser und eine kleine komplette Straße, „La Rue Starck“.